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Herr S. geboren 1933

Fortgeschrittene nichtakzeptierte Demenz: seit mehreren Jahren im Pflegeheim, keine Angehörigen sehr reinlich, sehr charmant, verbal und physisch aggressiv, dominant gegenüber Mitbewohnern und Pflegepersonal zunehmender Rückzug in seine eigene Welt, zunehmende Schweigsamkeit, schnell fortschreitender Abbau körperlicher Fitness, was er nicht akzeptiert, sondern immer eine Begründung erfindet Ziel der tiergestützten.

Intervention mit den Lamas in 10 Interventionen:
Abbau, der Aggressivität, hervorholen von Erinnerungen und Förderung der Sprache, sowie, soweit möglich körperliche Bewegung, Akzeptanz des Jetzt.

Unter den Interventionen blüht Herr S. auf, spricht sehr viel und ist sehr einfühlsam im Umgang mit den Lamas. Er zweigt großes Interesse an den Tieren und stellt viele Fragen, erinnert sich an seine Hasenzucht. Er steigt Treppen und führt das Tier sicher ohne große Hilfe. Er verbalisiert zunehmend besser und freut sich jeweils auf das nächste Treffen.

In den ersten 3-4 Tagen nach den Lamainterventionen zeigt er sich im Pflegeheim wesentlich umgänglicher, weniger aggressiv und mehr interessiert an Beschäftigungsangeboten. Er erinnert sich bis zu 4 Tage an den Besuch bei den Lamas und drückt seine Freude aus.

Fazit:
Eine wesentlich verbesserte Lebensqualität für Herrn S. sowohl psychisch als auch körperlich und angenehmeres Zusammensein mit Bewohnern und Mitarbeitern im Heim. Bei zunehmender Erinnerungsschwäche wird angeraten zu 2 Interventionen pro Woche.

Schlaganfall

Frau H., geboren 1938

Schlaganfall 2004, Halbseitenlähmung und Sprachstörungen, an den Rollstuhl gebunden Selbstständiger Toilettengang, keine Einschränkungen beim Essen und Trinken, keinerlei aggressive Tendenzen Vollständig orientiert, offen für Beschäftigung, nimmt Ausflugsangebote wahr, aber auch in der Lage, sich selbst zu beschäftigen (fernsehen, basteln, sofern die Lähmung es erlaubt) pflegt Zimmerpflanzen Ziel der tiergestützten.

Interventionen mit den Lamas in 20 Interventionen:
Förderung der Sprache, Verminderung der Verbalisierungsstörungen und Verbesserung des Sprachflusses
Steigerung der Lebensfreude und Lebensqualität
Verbesserung und Anregung der Gesamtmotorik, Koordination, Verbesserung der Bewegungsabläufe

Unter den Interventionen arbeiten wir nicht nur bei und mit dem Tier, sondern nutzen auch die bloße Anwesenheit des Tieres um Tätigkeiten zu erleichtern.

Frau H. erweist sich als eifrig und sie mag es, sowohl feinmotorische Übungen mit verschiedenen Materialien, als auch Pflegehandgriffe am Lama auszuüben. Bei der Arbeit am Tier ist nicht nur die körperliche Balance gefordert, sondern wird gleichzeitig die gesamtkörperliche Konstitution gestärkt. Hierbei kann sie an guten Tagen problemlos den Rollstuhl verlassen. Sie geht gut auf die sprachfördernden Angebote ein. Sie erweist sich als guter Beobachter und ist zunehmend in der Lage, erst mit dem Tier und später auch mit mir ohne größere Schwierigkeiten zu sprechen und Beobachtungen zu formulieren. Sie verbessert ihre sprachlichen Fähigkeiten signifikant und stärkt die Feinmotorik speziell in der Hand der gelähmten Seite mehr und mehr. Sie nimmt mit den anderen Teilnehmern an einem speziellen Brettspiel teil, wo sowohl das Sprechen gefordert wird als auch die Koordination von Händen und Bewegungen.

Sie findet zurück zu ihrem Humor, nicht nur dass sie sich besser bewegen kann, sondern auch die anderen Teilnehmer dazu bringt zu lachen.

Fazit:
In der tiergestützten Arbeit mit den Lamas war es möglich, die Gesamtmotorik /Koordination (auch noch nach längerer Zeit – 7 Jahre) nach dem Schlaganfall zu verbessern, die Wortfindungsstörungen zu verringern, so dass eine nahezu problemlose Kommunikation wieder möglich wurde und somit die Lebensqualität signifikant zu erhöhen.

Arbeit mit Multihandicap

S. – 14 Jahre

Problematik:
Zustand mit Muskelkrankheit MMIHS, mit Muskelschwund, speziell Darm, Harnblase betreffend und mit steigendem Grad den gesamten Körper.
An Rollstuhl gebunden, hat jedoch gute Tage, an denen es möglich ist kurze Strecken zu gehen.
Linkes Auge blind; rechtes Auge sieht nahezu nur Licht und Schatten.
Ernährung mit Hilfe eines Katheders, Darmstoma

Ressourcen:
Sehr kommunikativ und sprachbegabt.
Hohe soziale Intelligenz: sehr gefühlvoll und mitfühlend.
Sehr gut entwickelter Geruchssinn und Gehör, welche das schlechte Sehen kompensieren.
Sehr breite Allgemeinbildung.
Bevorzugt feste Strukturen, klare planbare Abläufe.
Liebt Tiere, speziell Alpakas

3 Therapieinterventionen mit folgendem Ziel (die Familie wohnt sehr weit weg, daher war es kompliziert mehr als 3 Interventionen zu vereinbaren):

  •  Stärkung des Selbstwertes und der Lebensfreude – S. Soll sich als wertvollen Menschen erleben
  • Verbesserung von Balance und der Körperkoordination, Gebrauch aller speziell entwickelten Sinne
  • Schaffung von Lebensfreude und eines ungewöhnlichen Erlebnisses

Während der Interventionen erhielt S. verschiedene Aufgaben: zuerst sollte er Kontakt herstellen zu zwei verschiedenen Tieren einem Lama und einem Alpaka und sollte den Unterschied herausfinden. Später fütterte er dünne Möhrenscheiben und bürstete das Lama. Er fand heraus, dass die Tiere völlig verschieden riechen.

Der nächste Schritt war, S soweit zu aktivieren, dass er mit dem Lama eine Runde im Paddock gehen konnte, was besonders gut funktionierte.
Während der dritten Intervention versuchte er das Lama zu halftern und half bei der Pflege.

Alles in allem konnte man sehen, dass er eifrig und begeistert den Herausforderungen folgte und wesentlich mehr schaffte als in seinem normalen Alltag.

Konklusion:
S. wurde gefordert, jedoch nicht zu viel. Er hatte eine gute Möglichkeit, seinen Körper zu fühlen und das Gefühl zu verbalisieren.
Er konnte das Fell fühlen, der unterschiedlichen Geruch der Tiere und den Unterschied deutlich erklären, und er hatte wesentlich mehr Bewegung als lange Zeit zuvor.

Burnout / Stress

Lamatherapieinterventionen können helfend und unterstützend wirken bei Burn out, Überarbeitung oder nach einer Zeit mit zu vielen Herausforderungen und wenig Zeit für sich selbst.

Hanne F. geboren 1949

Vorgeschichte:
Umzug in eine neues Haus Um- und Ausbau desselben – zeitgleich Hilfestellung beim Umzug der Tochter und deren Familie und den damit einhergehenden Umbauarbeiten.

Ressourcen:
Empathisch, hilfsbereit, sich einbringend, Liebe zum Leben, gutem Essen und Kuchen immer zubereitet für alle in der Familie und im Freundeskreis, kümmernd und schützend, Siehr alle Situationen von beiden Seiten.

Problematik:
Sich selbst vergessend, Überforderung durch zu viel und zu schwere Arbeit. Eingeklemmter Nerv in der Wirbelsäule, Taubheitsgefühl im rechten Bein, Blockade in der Hüfte, die sich mit Gedankenkraft lösen kann.

Seelische Erschöpfung, große Müdigkeit, andauerndes Einschlafen.

Konzentration nicht möglich weder beim Lesen noch beim Fernsehen Antriebslosigkeit, sehr schlechter immer wieder unterbrochener Schlaf. Keine Freude, Schmerzen im Bein

Ziel der 6 Interventionen mit den Lamas:
Steigerung des Energieniveaus – Antrieb steigern , Müdigkeit verringern – Schlaf verbessern, Lebensqualität zurückbekommen, Balance verbessern, evtl. auf den Schmerz einwirken

Nach der ersten Behandlungsstunde schlief Frau F. sofort nach der Rückkehr 3 Stunden ganz tief und erholsam. Nach der zweiten Stunde ebenso

Insgesamt war der Nachtschlaf nach zwei Interventionen besser und tiefer und der Umgang mit sich selbst tagsüber (sich aushalten können).

Frau F. akzeptiert, dass sie Ruhe für sich braucht und genießt Harmonie. Sie lernt besser zu entspannen.

Sie schreibt 14 Tage nach der letzten Behandlung: „Ich schlafe gut, die Müdigkeit und Taubheit in meinen Beinen sind (fast) weg und ich bin mehr belastbar als das ganze Jahr zuvor.“

Arbeit mit Multihandicap

Brian T. 16 Jahre

Ausgangssituation:

  1. Fehlentwicklung: Lippen- Kiefer-Gaumenspalte behandelt, Behandlung noch nicht vollständig abgeschlossen. Kann aus Schnabeltasse trinken, isst selbstständig, kaut selbstständig, Aphasiepatient ohne Sprache
  2. Geistige Behinderung: Entwicklungsstand ca. 6 – 7 Jahre; Globale Entwicklungsstörung
  3. Autist ohne Diagnose – starke Reaktion bei Überforderung/ Lärm – Zuhalten der Ohren mit Ellenbogen, in die Hocken gehen / verstecken
  4. Besucht eine Förderschule

Problematik:

  • Einschränkungen auf hohem Niveau
  • Keine Sprache, erschwerte Kommunikation – Hilfe mit Sprachcomputer
  • Nicht sauber – Windeln
  • Gestörte Feinmotorik z.B. Reißverschluss schließen / Schulranzen öffnen/ schließen
  • Mangelnde Verständnis für bestimmte Aufforderungen

Ressourcen:

  • Guter Schlaf
  • Mitteilung Gestik, Mimik, Motorik ausgeprägt
  • Koordination Augen – Hände – Beine perfekt
  • Sehr geduldig
  • Ausgeprägtes Interesse an Knoten lösen an Seilen, Gymnastik mit Therabändern

6 Therapie – Interventionen mit den Lamas mit folgendem Ziel:

  • Steigerung der Lebensqualität
  • Spezielle Feinmotorikübungen der Finger: Halfter – Karabiner – Arbeit
  • Arbeit am Selbstwert und Mut: Gefühl was zu leisten , gut für Etwas zu sein und sich selber als wertvollen Menschen zu sehen
  • In Entwicklung kommen

Nach einer schwierigen Anlaufphase mit Rückzug und Angstreaktionen wenn das Lama sich bewegte uns sich mit dem Kopf näherte, ließ sich B. dazu bewegen das Lama zu berühren, die Bürste zu führen und er nahm teil an seiner Umgebung. Zunehmend Gelöstheit und Lächeln. Angeregtes Lautieren.

Bereits während der zweiten Sitzung wurde Eigeninitiative deutlich und Mut zum Führen des Tieres in der Arbeitsbox. Lautes Lachen, bewegte Freude.

Die feinmotorischen Übungen wurden zunehmend leichter und als ein Teil des täglichen Rituals selbstständig durchgeführt, dabei halfen die als >Hausaufgaben< gegebenen Übungen.

Jeden Tag steigerte ich die Herausforderungen des Führens des Lamas aus der Box auf den Paddock, auf den Hof und die letzten beiden Tage große Runden über die eingezäunte Weide.

Dabei waren tägliche Veränderungen klar zu sehen, zunehmende Selbstständigkeit im Beginn der Intervention: Aufziehen des Halfters ohne Hilfe (beachte Angst vor Bewegung und dem Lamakopf in den ersten beiden Interventionen)

Ab Tag 3 kam B. allein und hatte (fast) keine Schwierigkeiten damit.

Zunehmende Kraft in den Fingern sowohl bei der Karabinerübung, als auch beim Bürsten des Lamas

Selbstständigkeit und Umsicht, sowohl während des Ganges über die Weide als auch bei der abschließenden Gabe von Futter.

Evaluation:
In 6 auseinanderfolgenden Sitzungen wurde sowohl die Feinmotorik, der Umgang mit dem eigenen Körper, als auch die Aufgeschlossenheit gegenüber Unbekanntem und Einwirkungen von außen trainiert. Die Arbeit lief darauf hinaus, dass B. sich traut Herausforderungen anzunehmen und das Selbstwertgefühl wurde gestärkt. Stimulation der Teilnahme am Leben und das Verlassen der Komfortzone, was dazu führte, dass B. das Erlebte als Routinen verinnerlichte, die nicht bedrohlich wirken. Er weilte bereits nach der zweiten Intervention nicht länger in seiner eigenen Welt. Über die Sitzung hinaus partizipierte er deutlich mehr am abendlichen Familienleben und brauchte wesentlich weniger Hilfe bei den täglichen Verrichtungen wie Essen und Hygiene.

Grundsätzlich sind die Fortschritte des Klienten deutlich größer als erwartet, was durch eine Rückmeldung der Familie nach 3 Monaten bestätigt wird: Allgemeine Teilnahme am täglichen Leben in der Familie ist ungleich besser als zuvor, Hilfestellung beim Essen so gut wie nicht mehr nötig. Gesteigerte Selbstständigkeit.

    Öffnungszeiten
    Montag 9:00 – 17:00
    Dienstag 9:00 – 17:00
    Mittwoch 9:00 – 17:00
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    Samstag geschlossen
    Sonntag 10:00 – 16:00 (ab 1.november – 28.februar Sonntag geschlossen, aber es finden Veranstaltungen statt)

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